03.12.2014: HSG Neud./Döbeln – NSG Mulde-Zschopau-Löwen 35:23 (19:11)

Endlich wieder Derbys! Erstmals seit Jahren stehen sich auf Bezirksebene Mannschaften aus der Region gegenüber. Dabei gab es einen klaren Sieger.

Lokalderbys neu aufgelegt. Endlich treffen auf Bezirksebene wieder Nachwuchsmannschaften aus der Region aufeinander. Die Sachsen-, Regional- oder Bezirksligaspieler von morgen spielen in diesen. In der Chemnitzer B-Jugend-Bezirksliga männlich empfing dabei Tabellenführer HSG Neudorf/Döbeln (1./14:0) die Mulde-Zschopau-Löwen (8./4:12) aus Leisnig und Waldheim.

René Schuricht, Trainer der Gäste, freute sich darüber, dass es jetzt wieder solche Spiele gibt, auch wenn seine Mannschaft am Ende mit 23:35 (11:19) klar das Nachsehen hatte. „Die Fahrtwege sind kurz, die Spiele für die Kerle, die sich teilweise aus der Schule kennen, super.“ Auch das oberligaerfahrene Trainertrio auf der Gegenseite sieht das so. Sven Kretzschmar, der die Mannschaft mit den erfahrenen Frank Händler und Andreas Eichler führt: „Solche Spiele sind schon eine klasse Sache für die Entwicklung. Aber die ist bei uns ohnehin gigantisch, wobei vor allem die Erfahrung von Frank der Schlüssel zum Erfolg ist. Von ihm kann man taktisch so viel lernen. Und das sieht man auch an der Tabelle.“ Auf dem Spielfeld war der Gast zunächst keineswegs gewillt, die Punkte kampflos herzugeben. Bis zum 3:3 hielten die Löwen, die von der C-Jugend in die B-Jugend und aus der Kreisliga Leipzig in die Bezirksliga Chemnitz aufrückten, klasse mit. Allerdings bescherte dem Favoriten das bessere Kombinationsspiel, die besseren Torabschlüsse und das nötige Quäntchen Glück eine 19:11-Pausenführung. So sehr sich die Waldheimer auch in Hälfte zwei bemühten, an diesem Tag konnten sie den Gastgebern nicht das Wasser reichen und unterlagen dem Lokalrivalen deutlich. „Ein verdienter Sieg der Neudorfer, die waren schon überlegen“, resümierte Gästetrainer Schuricht, der die Mannschaft gemeinsam mit Erik Riedel und Selma Rasser betreut, und weiter: „Aber im Rückspiel wollen wir uns teurer verkaufen und weniger Gegentore bekommen, auch wenn die ungeschlagenen Döbelner da ebenfalls Favorit sein werden.“ Letztendlich hofft er darauf, dass es in den nächsten Jahren mehr solche Derbys gibt. „Unsere Planung bei den Mulde-Zschopau-Löwen verspricht das zumindest“, so der Leisnig/Waldheimer Coach. (Quelle: Döbelner Anzeiger vom 03.12.2014, thä)

HSG Neudorf/Döbeln: Dippmann, Eichler, Eppinger (6), Risse (1), Göhler (3), Greim (7/2), Winkler (5), Faß (7), Händler (6), Schmidt, Hanisch

NSG Mulde-Zschopau-Löwen: Fellner, Eichhorn (1), Hanisch (7), Xuan, Wunderlich (3), Kotte (1), Nguyen (7), Ließke, Laub (3), Quoc (1)