2. April: VfL-Coach Michael Henoch feierte seinen 60. Geburtstag

Die Hoffnung bleibt. Waldheims Trainer Michael Henoch hat 60. Geburtstag gefeiert. Ein Wunsch wartet aber noch auf die Erfüllung.

Von Frank Korn. Einen Wunsch zum runden Geburtstag hat Michael Henoch schon gehabt, aber der ist ihm verwehrt geblieben. „Ich hätte es gern gesehen, wenn der Klassenerhalt unserer Verbandsligahandballer schon feststehen würde“, sagte Henoch, der am Montag 60 Jahre alt geworden ist. So muss Henoch, der die „Erste“ des VfL Waldheim 54 im Januar als Trainer übernommen hat, gemeinsam mit seinem Team auf eine Entscheidung am grünen Tisch hoffen. Nach Lage der Dinge reicht der elfte Platz, den die Zschopaustädter derzeit in der Verbandsliga Staffel Ost einnehmen, um die Klasse zu halten.

Nach seinem Abschied als Trainer der zweiten Mannschaft im vergangenen Jahr wollte sich Michael Henoch die Spiele der Waldheimer eigentlich nur noch von der Tribüne ansehen. Mit seiner „Zweiten“ hatte der Trainer zum Abschluss noch einen Bezirksmeistertitel feiern können. Besonders sorgten die Waldheimer aber im Bezirkspokal für Furore. Fünfmal standen sie unter der Regie von Michael Henoch im Finale, dreimal nahmen sie den Pott mit nach Hause. „Das sind schon schöne Erinnerungen“, so der Trainer. „Ich bin ehrlich zu den Spielern und erwarte das auch von ihnen. Anstehende Probleme werden innerhalb des Teams geklärt“, lautet die Maxime des 60-Jährigen.

Doch die Rückkehr auf die Trainerbank ging für Michael Henoch schneller als gedacht. Mario Piasecki und Thomas Klimiuk mussten gehen, er übernahm gemeinsam mit Uwe Zschoche. Das erste Spiel bei der HSG Freiberg II konnte gewonnen werden, doch daraus eine Serie zu starten gelang nicht. Besonders die Niederlage gegen Schlusslicht Sportfreunde 01 Dresden schmerzte den Trainer. „Wir müssen nun hoffen, dass es auch nächste Saison Verbandsligahandball in Waldheim gibt“, so Henoch. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen, fordert der Trainer. In den beiden restlichen Spielen gegen den ESV Dresden und den Radeberger SV gelte es noch einmal, alles zu geben.

Wie die meisten Waldheimer Handballer hat Michael Henoch als Kind bei VfL-Urgestein Werner Melzer mit dem Handballsport begonnen. Am Handball liebt er die Emotionen, die vielen Tore und dass es nie langweilig wird. Offenbar hat er die Begeisterung auch auf seine Kinder übertragen. Sohn Enrico ist Trainer bei LVB Leipzig (Mitteldeutsche Oberliga), Tochter Nicole hat früher ebenfalls Handball gespielt. Und seiner Frau Erika ist Michael Henoch dankbar, dass sie viel Verständnis für sein Hobby aufbringt. (Quelle: Döbelner Anzeiger vom 03.04.2018)