Saisonrückblick: Ganz viel Licht und ein bisschen Schatten.

VfL-Saisonrückblick der hoffen lässt.

Männer I. Die Verbandsligamänner wurden in der vorherigen Saison Sechster und wollten in diesem Jahr gern oben mitspielen. Am Ende ist es ein respektabler 5. Platz geworden. Allerdings, mit etwas mehr Ruhe im Umfeld und Gelassenheit in den letzten Spielsekunden einiger Partien, wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen Denn die Mannschaft hatte ohne weiteres großes Potential. Bereits zum Saisonstart musste Trainer Steffen Fichte auf Gerd Hochmuth als Co-Trainer verzichten, später zog der sich dann ganz aus der Mannschaft zurück. Vor dem Jahreswechsel sagte dann noch der erst im Sommer verpflichtete Horst Miersch aus privaten Gründen Tschüss. Im Januar stieß dann Gert Teichert zum Team und unterstützte ab da Steffen Fichte. Also alles andere als optimale Rahmenbedingungen. Irgendwie muss sich das dann auch auf die notwendige Übersicht und Abgezocktheit gerade in den letzten Spielsekunden zu Hause ausgewirkt haben. In Summe gingen so fünf bzw. drei mögliche Punkte verloren (VfL-Radeberg 32:33; VfL-Radebeul 24:25; VfL-Hartha 29:29). Ein Platz weiter oben war also drin. Dennoch, alles in allem eine erfolgreiche Saison. Steffen Fichte, Gert Teichert und Jürgen Ax übergeben eine gute Mannschaft an die neuen Trainer Mario Piasecki und Thomas Klimiuk, denen die Physiotherapeutin Maria Wielsch erhalten bleiben wird.

Männer II. Die Bezirksliga-Truppe um Coach Michael Henoch startete recht durchwachsen in die Saison, das gesteckte Ziel Platz 5 zu diesem Zeitpunkt dennoch erreichbar. Dann aber folgte ab dem 24. September eine fulminante Serie. Am Saisonende stehen insgesamt 16 Siege, davon alle 11 Heimspiele, drei Unentschieden und nur drei Niederlagen in der Chronik. Dabei hätte die Bilanz sogar noch besser aussehen können, doch wegen des ausstehenden Pokalfinales schonte Henoch seine Mannen im letzten Spiel in Leisnig (33:22-Niederlage) und schickte dort eine Mischung aus A-Jugend und Dritter auf die Platte. Im Nachhinein eine unsinnige Aktion. Das alles bedeutet nach dem 4. Platz im Vorjahr nichts anders als die Bezirksmeisterschaft, die schon drei Spieltage vor Saisonende mit dem Auswärtssieg bei der HSG Neudorf/Döbeln (30:25) perfekt gemacht wurde. Das Triple aus Pokal und Meisterschaft verpassten die Zschopaustädter allerdings, unterlagen am letzten Samstag in einer grottenschlechten Partie gegen Lokalrivale HSG Neudorf/Döbeln II deutliche mit 18:22.

Männer III. Die Spaßtruppe des Vereins mischt in der Kreisliga Mittelsachsen mit, zeigte fast in jedem Spiel ein anders Gesicht. Und das ist im doppelten Wortsinn gemeint. Einmal, weil Spiele unnötig verloren gingen und auf der anderen Seite, weil ohne die Aushilfe von Spielern aus der A-Jugend, der finale Tabellenplatz nie und nimmer erreicht wurden wäre. Zwei Spieltage vor Saisonabschluss rangierte die von Mike Buchwald und Grit Berthold betreute Mannschaft noch auf dem vorletzten (6.) Tabellenplatz. Das in der Endabrechnung noch der Vizemeistertitel heraus kam, ist der Schwäche der Konkurrenz und der eigenen A-Jugend zu verdanken. Den möglichen Aufstieg in die Bezirksklasse nimmt die Mannschaft nicht wahr, wird sich stattdessen auf die Integration von jungen Spielern einstellen.

Frauen I. Als (Zwangs)absteiger (10.) aus der Sachsenliga, musste sich die Mannschaft um Trainer Manuel Kirpal und Betreuer Jens Kuhn erst einmal finden. Als Saisonziel wurde Platz 3 bis 5 ausgegeben. Mit drei Erfolgen bestens gestartet, folgen immer wieder, teils verletzungsbedingte, Misserfolge. Doch die Mannschaft raufte sich zusammen, wollte beweisen, dass sie zu Unrecht aus der Oberliga geflogen ist. Leider ging dass dann in Summe nicht auf, weil vor allem die ganz oben platzieren Mannschaften einfach nicht zu knacken waren. Dennoch, der 5. Platz geht in Ordnung und die Mädels sollten den auch positiv wahrnehmen. Den Staffelstab von Manuel Kirpal übernimmt in der kommenden Saison Ulf Seeger.

Frauen II: Die vom Erfolg verwöhne Mannschaft von Ulf Seeger, die vor vier Jahren nach der Neugründung auf Anhieb Kreismeister wurde, seit dem zwei Aufstiege folgen ließ, kam in der höchsten Chemnitzer Frauenliga, nie richtig an. Einer Niederlage folgte eine nächste, die ohnehin nicht üppige Spielerdecke schmolz durch unzählige Verletzte wöchentlich dahin, bis sich die Mannschaft von selbst aufstellte oder von freigespielten Damen aus der 1. Mannschaft aufgefüllt werden musste. Am Ende, das auch keineswegs überraschend, Platz 12 und der daraus resultierende Abstieg. Ob ein Neuanfang in der Kreisliga gelingen kann, hängt auch davon ab, ob überhaupt noch genügend Frauen nach dieser sehr frustrierenden Spielzeit mit oft derben Klatschen bereit sind, weiter zu machen.

A-Jugend männlich. Im letzten Jahr noch als Spielgemeinschaft mit Leisnig unter dem Namen „Mulde-Zschopau-Löwen“ in der Bezirksliga Chemnitz (Platz 6) unterwegs, starten die Jungs um Erik Riedel, René Schuricht und Selma Rasser in dieser Saison „volle Pulle“ durch. Nicht einem Kontrahenten gelang es den Zschopautal-Expres zu stoppen. Lediglich in zwei Partien fiel der VfL-Erfolg mit je einem Tor hauchdünn aus. In allen anderen Begegnungen gab es für die Gegner immer mächtig was auf die Mütze. Mit 22 Toren Unterschied erwischte es Niederwiesa am heftigsten. Die gesamte Mannschaft, samt Umfeld kann stolz auf den Bezirksmeistertitel Chemnitz sein, den die Jungs bereits vor dem letzten Heimspiel erhielten. In der kommenden Saison wird es keine A-Jugend geben, die Jungs werden leistungsbezogen in die drei Erwachsen-Mannschaften integriert und so als Waldheims Handballzukunft gehandelt.

D-Jugend männlich. Die Jungs um Trainer Heinz Köhler und Sven Krause spielten in der Kreisliga Erzgebirge und einer Vor- und Finalrunde. Schon in der mit acht Mannschaften besetzten Vorrunde ließen die Waldheimer nichts anbrennen, verloren nur ein Spiel und wurden Vorrundensieger. In der Finalrunde, ebenfalls mit acht Teams, zeigte die Truppe überhaupt keine Schwäche, eilte von Sieg zu Sieg und belohnte sich am Ende mit dem Kreismeistertitel. Hauchdünn, aber verdient, denn Neudorf/Döbeln setzte im Spiel gegen Waldheim zwei nicht spielberechtigte Aktive ein und der VfL bekam so den Sieg zugesprochen. Aufgrund der Punktgleichheit von Waldheim und Döbeln gilt §43 Abs.1 SpO, der VfL ist Meister.

E-Jugend männlich. In Turnierform kämpften die Schützlinge von Anke und Ronja Klose sowie Felix Winkler um den Kreismeister-Titel. Recht gut gestartet und immer auf Schlagdistanz zur Tabellenspitze, folgte eine kurze, aber durchaus entscheidende Schwächephase, die den Traum auf eine Medaille in weite Ferne rücken ließ. Erst gegen Saisonende lief es wieder richtig gut und im letzten Turnier mit zwei Siegen und dem schon oben beschriebenen Paragraphen, sicherten sich die VfL-Jungs den Bronzerang, auf den die ruhig mächtig stolz sein dürfen und können.

E-Jugend weiblich. Wie die Jungs, so starteten auch die Mädels in der Kreisliga Mittelsachsen in der gleichen Staffel. Als einzige reine Mädchenmannschaft, hatten es die Waldheimerinnen gegen die großen Jungs richtig schwer. Anke und Ronja Klose mussten da auch viel trösten. Trotzdem, auch wenn kein Spiel gewonnen werden konnten, die VfL-Mädchen haben trotzdem wacker gekämpft, verdienen unseren Respekt und Anerkennung. Und fast wäre gegen Niederwiese der erst Punkt geglückt.

Benefizspiel. Das zur Tradition gewordene Benefizspiel der VfL-Handballer gegen die Aufbau-Fußballer brachte kurz vor Weihnachten eine Neuerung und einen Rekord. Neu war, dass erstmal in beiden Mannschaften Sponsoren zum Einsatz kamen und dabei viel Spaß hatten. Viel wichtiger war aber, dass so viel Geld wie nie zuvor in den Spendentopf floss. Genau waren es 2.150 Euro über die sich die fünf Waldheimer KiTa´s freuen durften und davon Spiel- und Sportgeräte anschaffen konnten. (mtp)