Hinrundenbilanz 2017/18 2.Männer

Ungewohnte Situation. Die Liga ist in den vergangenen Jahren von Teams der Region mit beherrscht worden. In dieser Saison sieht die Lage anders aus.

Die beiden regionalen Vertreter in der Bezirksliga Leipzig, VfL Waldheim 54 III (5./14:10) und SV Leisnig 90 (11./8:16), hatten in der Hinrunde mehr Schwierigkeiten als in der Vorsaison. Das war so nicht erwartet worden. Der amtierende Meister aus der Zschopaustadt fand vor allem durch etliche verletzungsbedingte Ausfälle nur in wenigen Begegnungen die konstant gute Form der Vergangenheit. Unter diesen Umständen ist der gegenwärtige fünfte Tabellenplatz als positiv einzuschätzen. Mit voller Kapelle wären sicher eine stabilere Leistung und ein besserer Rang möglich gewesen. „Unter den personellen Voraussetzungen, mit denen wir teilweise angetreten sind, war das, was wir abgeliefert haben, fast optimal“, sagte VfL-Trainer Thomas Berger, der teilweise sogar selbst auflief, damit eine spielfähige Waldheimer Mannschaft auf der Platte stand.

Die vor der Saison sehr ambitionierten Leisniger zeigten dagegen zu viele Schwankungen in ihren Auftritten und mussten feststellen, dass es im zweiten Ligajahr nicht zwangsläufig wie nach dem Aufstieg läuft, als am Ende sogar ein fünfter Platz heraussprang. Zur Saisonhalbzeit finden sich die Bergstädter auf einem Abstiegsplatz wieder. Und es wird nicht einfach, von diesem runterzukommen. Auch der Blick in die Verbandsliga lässt zurzeit nichts Gutes erwarten, denn mit Waldheim, Neudorf/Döbeln II und Böhlen stehen eine Klasse höher drei Teams auf einem Abstiegsplatz. Wenn diese in der Rückrunde da nicht wegkommen, müssen alle drei Regionalvertreter in die Leipziger Bezirksliga absteigen. Das würde die Anzahl der Absteiger von drei noch weiter erhöhen. Für die Rückrunde ist damit zu rechnen, dass sich der VfL weiter im Vorderfeld platziert. Den Leisnigern ist zu wünschen, dass sie einige Plätze nach oben klettern können. Das gelingt allerdings nur, wenn die Leistung auf einem besseren Niveau stabilisiert werden kann. An der Tabellenspitze hat Aufsteiger SV Lok Leipzig-Mitte II (1./24:0) die vorauseilenden Lobeshymnen eindrucksvoll bestätigt und sich mit einer überragenden Hinrunde verlustpunktfrei gegenüber seinen Verfolgern SG LVB Leipzig III (2./18:6) und HV Glesien 1929 (3./16:8) schon mit großem Vorsprung abgesetzt. Der Meistertitel ist den Lok-Männern kaum noch zu nehmen. Dazu müssten sie schon einen gewaltigen Einbruch erleben. Damit ist aber bei der hochklassigen und routinierten Besetzung nicht zu rechnen. Aufsteigen kann die Mannschaft allerdings nicht, denn das erste Lok-Team spielt schon in der Verbandsliga. Damit wäre der Weg für LVB frei, aber nur, wenn deren zweite Mannschaft aus der Verbands- in die Sachsenliga aufsteigt, was immer noch möglich ist. Die LVB-Männer haben sich gegenüber der Vorsaison enorm verbessert. Der amtierende Vizemeister aus Glesien mischt erneut ganz oben mit. Ob er Aufstiegsambitionen hat, bleibt abzuwarten. Zuletzt verzichtete der HVG auf den möglichen Gang in die Verbandsliga. Der Spitzenplatz scheint schon vergeben, dahinter ist aber wohl noch einige Bewegung zu erwarten. Neben den Waldheimern ist auch der SC DHfK Leipzig II (4./15:9) noch gut dabei. Für beide Teams ist zumindest der zweite Platz noch nicht zu weit weg. Die SG Motor Gohlis Nord Leipzig (6./13:11), der Leipziger SV Südwest (7./12:12) und die HSG Riesa/Oschatz II (8./11:13) sind als Tabellenmittelfeld anzusehen, die mit soliden Leistungen auch in der Rückrunde gefahrlos die Saison überstehen können. Die beiden anderen Aufsteiger, BSC Victoria Naunhof (9./10:14) und VfB Eilenburg (13./3:21), haben sich unterschiedlich in der höheren Spielklasse zurechtgefunden. Während die Naunhofer durchaus ansprechende Leistungen abrufen konnten und damit auch noch reelle Chancen auf den Klassenerhalt besitzen, ist der VfB wohl schon zu abgeschlagen, um noch etwas retten zu können. Der HSV Mölkau (10./8:16), die SG Lok Wurzen (12./4:20) und auch die Leisniger sind ebenfalls akut gefährdet. Ohne deutliche Stabilisierung werden es diese Teams schwer haben, die Klasse zu halten. (Quelle: Döbelner Anzeiger vom 06.01.2018)

Tabelle:

  1. SV Lok Leipzig-Mitte II 12 12 0 0 329:215 24:00
  2. SG LVB Leipzig III 12 09 0 3 345:302 18:06
  3. HV Glesien 1929 12 08 0 4 299:261 16:08
  4. SC DHfK Leipzig II 12 06 3 3 298:278 15:09
  5. VfL Waldheim 54 II 12 07 0 5 314:300 14:10
  6. Motor Gohlis Nord Leipzig 12 05 3 4 309:322 13:11
  7. Leipziger SV Südwest 12 06 0 6 338:355 12:12
  8. HSG Riesa/Oschatz II 12 05 1 6 280:288 11:13
  9. BSC Victoria Naunhof 12 04 2 6 303:331 10:14
  10. HSV Mölkau – Die Haie 12 03 2 7 315:337 08:16
  11. SV Leisnig 90 12 04 0 8 301:330 08:16
  12. SG Lok Wurzen 12 02 0 10 310:348 04:20
  13. VfB Eilenburg 12 01 1 10 252:326 03:21