Mulde-Zschopau-Löwen brüllen lauter!

Es wächst zusammen.Seit zwei Jahren gibt es die Mulde-Zschopau-Löwen. Jetzt sollen sie Zuwachs bekommen.

Von Dirk Westphal. Den Nachwuchshandball in der Region zu stärken. Mit diesem Ziel haben sich vor zwei Jahren die Vertreter vom VfL Waldheim 54 und vom SV Leisnig 90 an einen Tisch gesetzt. Herausgekommen sind die Mulde-Zschopau-Löwen, eine Nachwuchsspielgemeinschaft beider Vereine, die in den vergangenen beiden Jahren drei Mannschaften an den Start brachte.

 

Frank Geißler aus Leisnig fungierte bislang als Leiter der Spielgemeinschaft und begreift sich als eine Art Verbindungsmann. „Die Vorstände beider Vereine haben mit dem Erwachsenenbereich viel zu tun, da ist es wichtig, dass man jemanden hat, der sich auf beiden Seiten organisatorisch um etwas kümmern kann. Denn wenn jeder erst Seins gemacht hat und man dann zusammenarbeiten will, das würde einfach zulange dauern.“ So freut sich Geißler für das ’Unternehmen‘, dass die zweite Saison schon besser gelaufen sei als die erste. „Das hängt schon damit zusammen, dass wir uns besser kennengelernt haben. Nicht nur die Spieler untereinander, sondern auch die Verantwortlichen“, sagt Geißler, und weiter: „Man soll zwar nie mit dem Erreichten zufrieden sein, aber das kann man schon, so wie es derzeit läuft. Hier und da gibt es natürlich Reibungspunkte. Das ist wie bei einer Ehe. Das muss man dann gemeinsam bei einer Trainersitzung ausräumen, und das ist uns bisher auch immer gelungen!“ Entsprechend hofft Geißler, dass dies auch in der neuen, der dritten Saison, in die die NSG startet, so sein wird.

 

In der kommen zu allererst auf die verantwortlichen Funktionäre neue Herausforderungen zu. So soll es weiteren Zuwachs bei den Nachwuchshandballern aus Leisnig und Waldheim geben. „Wir haben uns durchgerungen, jetzt auch noch eine A-Jugend zu melden“, sagt Geißler, „weil die Jungs das so wollten.“ Heinz Köhler, der erfahrene Trainer der ehemaligen B-Jugend, hatte sich nach Anfrage von Geißler positiv positioniert. „Wenn die Jungs das wollen, dann machen wird das!“ Auch die Spieler wurden noch einmal rangenommen und ihnen erklärt, dass sie dann zur Stange halten müssen.

 

Auch die sportliche Entwicklung insgesamt sieht Geißler bislang positiv. „Wir backen keine großen Brötchen, eher kleinere“, sagt er. „Wir spielen mit allen drei Jungenmannschaften in der Kreisklasse Leipzig.“ Nicht ohne Stolz verkündet er, dass die C-Jugend Meister geworden sei und die D-Jugend lediglich wegen drei Toren den Titel verpasst hätte. Das gute Abschneiden rundete die B-Jugend auf Rang fünf ab. „Ich bin zufrieden, auch wenn die Ansprüche natürlich höher sein sollten“, sagt Geißler, „weil wir Teams im Erwachsenenbereich haben, die Sachsen-, Verbands- oder Bezirksliga spielen. Wenn die Talente dann dort mit einsteigen sollen, müssen wir etwas zulegen.“ Um diese Entwicklung voranzutreiben, wechselt die gesamte Spielgemeinschaft kommende Saison in den Bereich Chemnitz. „Wir werden das probieren, wenn es nicht funktioniert, steht einem ja frei, zurückzuwechseln“, so Geißler, der die Mulde-Zschopau-Löwen insgesamt auf einem gut Weg sieht. Dabei würde er Talenten immer die Empfehlung geben, sportlich zum höherklassigsten Verein zu gehen, wobei die Nachwuchsspielgemeinschaft keine Einbahnstraße werden dürfe, sondern beide Vereine einen sportlichen Nutzen daraus ziehen sollen. (Döbelner Anzeiger vom 18.06.2014)

 

Foto: Nick Wunderlich, Axel Werner, Leon Schneider und Sophie Friedrich spielen bei de Mulde-Zschopau-Löwen. Zwei Jahre nach ihrer Gründung wird diese Spielgemeinschaft kommende Saison eine vierte Mannschaft ins Punktspielrennen schicken.  Foto: Dietmar Thomas